H A U S A R Z T P R A X I S

Dr.med. (UA) Eduard Torbin

Facharzt für Innere Medizin, Homöopathie
und Akupunktur

Anschrift

Wittener Strasse 3

44149 Dortmund-Dorstfeld

Öffnungszeiten

Montag, Dienstag, Donnerstag:

08.00 - 12.00 Uhr

15.30 - 17.30 Uhr

Mittwoch, Freitag:

08.00 - 12.00 Uhr 

 

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Tel.: 0231-17 50 60
Fax: 0231-77 65 806
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Homöopathie

 

Die Homöopathie ist eine Arzneitherapie, die von dem deutschen Arzt Samuel Hahnemann Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde. Ihre wichtigsten Kennzeichen sind die gezielte Arzneimittelwahl mit Hilfe der Ähnlichkeitsregel, die sich nach den individuellen Krankheitszeichen und Persönlichkeitsmerkmalen des Patienten richtet, die Erkenntnis der Arzneikräfte durch
Prüfungen an Gesunden sowie die Verwendung der Arzneimittel in potenzierter Form und kleiner Dosis.

 

Herkunft

Das Wort „Homöopathie“ ist abgeleitet aus den griechischen Stämmen „homoios“ – ähnlich und „pathos“– Leiden, Krankheit. Bereits in den Schriften der Schule von Hippokrates findet sich in dem Buch „Von den Stellen des Menschen“ die folgende Formulierung: „Durch das Ähnliche entsteht die Krankheit und durch Anwendung des Ähnlichen wird die Krankheit geheilt“; aber erst der deutsche Arzt Samuel Hahnemann (1755-1843), der auch eine anerkannte Autorität in Chemie und Pharmakologie war, hat dieses Ähnlichkeitsprinzip systematisch ausgearbeitet, klinisch erprobt, erfolgreich praktiziert und im „Organon der Heilkunst“ veröffentlicht.

 

Grundlagen

Wie Hahnemann selbst sagt, sind die Grundlagen der Homöopathie „Beobachten, Nachdenken und Erfahrung“, also klinische Beobachtungen und Erfahrungen ohne weltanschauliche und spekulative Elemente. Insofern ist die Homöopathie eine reine, ärztliche Wissenschaft. Auch in der modernen Medizin hat es sich gezeigt, dass bei aller theoretischen Vorarbeit die klinische Prüfung zur endgültigen Beurteilung einer Therapie unverzichtbar ist.

•    Die Ähnlichkeitsregel „Similia similibus curentur“
Experimentell hatte Hahnemann erkannt, dass jedes Arzneimittel genau die Beschwerden heilt, die es in ähnlicher Form auch erzeugen kann. Hahnemann wies nach, dass es sich bei dieser Ähnlichkeit zwischen verursachten und geheilten Beschwerden nicht um „paradoxe“ Einzelfälle handelt, sondern um eine biologische Gesetzmäßigkeit, die allgemein gültig und therapeutisch nutzbar ist. Diese gesetzmäßige Ähnlichkeit ist das Wesentliche der Homöopathie.

•    Die Arzneimittelprüfung an gesunden Menschen
Um festzustellen, welche Beschwerden und Krankheiten ein Arzneimittel erzeugen und damit auch heilen kann, werden die homöopathischen Arzneimittel an gesunden Menschen unter Beobachtung eines erfahrenen homöopathischen Arztes geprüft. Zusammen mit toxikologischen und klinischen Beobachtungen werden die Ergebnisse der Arzneimittelprüfungen systematisch geordnet und veröffentlicht. So entstehen die so genannten „Arzneimittelbilder“ als umfassende Beschreibung der Wirkung jedes einzelnen Arzneimittels.

•    Die individuelle Mittelwahl
Das homöopathisch passende Arzneimittel wird in jedem Krankheitsfall individuell gewählt, das heißt, die Wahl wird von den „sonderlichen, ungewöhnlichen und eigenheitlichen (charakteristischen) Zeichen und Symptomen des Krankheitsfalles“ (Organon 6. Auflage § 153) bestimmt.

Krankheit und Gesundheit

In der Homöopathie wird eine Krankheit als eine Störung aufgefasst, die den ganzen Menschen betrifft. Nicht das einzelne Symptom - etwa ein Hautausschlag – wird behandelt, sondern der Mensch in seiner Gesamtheit. Dazu gehört auch, dass ein Mensch frei ist von zum Beispiel sozialen Ängsten, die ihn in seinem Beruf oder in der Schule behindern. Die verstimmte Lebenskraft ist die Ursache dafür, dass der Mensch erkrankt.

Die Gesamtheit der Symptome behandeln

Das kann sich auf vielfältige Weise äußern. Zu verschiedenen Zeiten können unterschiedliche Beschwerden an verschiedenen Orten auftreten. Scheinbar handelt es sich um jeweils abgeschlossene Krankheiten, die ohne innere Zusammenhänge auftreten. Tatsächlich aber sind sie Ausdruck eines Leidens und müssen entsprechend behandelt werden. Deshalb verordnet der homöopathische Arzt nicht für jedes einzelne Symptom eine Arznei, sondern ein homöopathisches Einzelmittel für die Gesamtheit der Symptome. Bei sehr komplexen Erkrankungen können bis zur Heilung durchaus verschiedene Arzneimittel zum Einsatz kommen, jedoch nie gleichzeitig. Viele Patienten kommen häufig erst nach Jahren in die Praxis eines homöopathischen Arztes oder einer homöopathischen Ärztin, weil die bisherigen Therapieversuche Stückwerk waren und eine vollständige Wiederherstellung der Gesundheit nicht erreicht wurde. Jedoch ist die Homöopathie kein Allheilmittel und sie kann nur helfen, wenn die äußeren Umstände eine Heilung zulassen.

Die Harmonie der Lebenskraft

Die Homöopathie wird es bei Menschen schwer haben, die im Dauerstress leben, eine Zigarette nach der anderen rauchen und anstatt sich selbst zu bewegen, beim Sport lieber nur zusehen wollen. Harmonieren Körper, Geist und Seele, ist der Mensch gesund. Mit den Worten Hahnemanns ausgedrückt: „Im gesunden Zustande des Menschen waltet die geistartige, ... belebende Lebenskraft unumschränkt und hält alle seine Theile in bewundernswürdig harmonischem Lebensgange in Gefühlen und Thätigkeiten, ...“
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 1946 Gesundheit recht ähnlich definiert. Danach ist gesund, wer in einem Zustand völligen körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Wohlbefindens lebt.


Quelle: Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ)



* Dr.med. (UA) Eduard Torbin ist Mitglied des DZVhÄ